superulli

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Standort: Ruhrpott

Ich bin: Lang, neugierig, herzlich, fröhlich, kontaktfreudig, sensibel, kinderlieb, liebevoll!

Sonntag, Oktober 30, 2005

Die Welt mit Kinderaugen sehen...

Die Stunden mit Constantin waren lustig, lehrreich, anstrengend, verblüffend, spannend, kurzum: KLASSE.

Ich habe für eine kurze Zeit wirklich die mir sehr bekannte Welt durch Kinderaugen gesehen und neu entdeckt:
Wie wichtig es ist, nicht die normale Treppe zu benutzen, sondern eben mit dem gläsernen Fahrstuhl eine Etage tiefer zu fahren (und sich dabei die Nase an der Glasscheibe platt zu drücken, aber den Knopf für die fahrt ins Erdgeschoß am liebsten nicht los zu lassen) und mit der Rolltreppe wieder hoch... Das ist ein wahres Abenteuer!

Wie wichtig es ist, vor dem und nach dem Film auf die Toilette zu gehen (so gab es kein Hosenunglück!)... "Ulli, ich bin aber ein Junge, wieso gehen wir in die Frauentoilette?"

Wie aufregend es ist, wenn im im noch beleuchteten Kino die Scheinwerfer dreimal hintereinander gezählt werden können - und dreimal die gleiche Anzahl der Scheinwerfer gezählt wird...

Wie spannend es ist, wenn dann das Kino langsam abgedunkelt wird und trotz der Dunkelheit die Kinderaugen sooo glänzen!

Wie furchtbar die Werbung und die "Demnächst-im-Kino-Filme" tatsächlich sind: Wie soll ich Constantin begreiflich machen, dass das viel zu laute und ÜBERHAUPT NICHT KINDGERECHTE!!! Vorprogramm eben dazu gehört, wenn er vor lauter Schrecken mit zugehaltenen Ohren im Sessel sitzt, fast auf meinem Schoß, und immer grummelt "das ist ja doof, das macht aber keinen Spaß, ichh abe mich erschreckt, hilfe, was ist das...?" Ich begreife selbst nicht, wie man selbst als Erwachsener den Ton sooo laut ertragen soll (geschweige denn als Kind) - und wie man als Verantwortlicher im Kino zulassen kann, dass im Vorprogramm eines Kinderfilmes DVDs beworben werden, in denen mehr Gruselfiguren vorkommen als im Bundestag...

Wie gemütlich es im Kino dann sein kann, wenn man dem kleinen Mann, dessen ausgestreckte Beine nicht bis zum Ende der Sitzauflage reichten, erlaubt, seine Schuhe auszuziehen und er dann voller kindlicher Freude und innerer Anspannung während des Filmes im Sitz hin und her rutscht, mal die Füße auf meinen Schoß legt, mal den Kopf... *schmelz*

Wie lustig es aussieht, wenn er dann nach dem Kino eine Kugel Waldfruchteis im Hörnchen verputzt und dabei Backentechnisch von ganz links am Ohr bis ganz rechts am Ohr verschmiert ist - aber die nigelnagelneue Jeansjacke keinen einzigen Flecken abbekommen hat... Dabei vergißt man übrigens schnell die mitleidigen Blicke der höchstens 20jährigen Aushilfe hinter der Eistheke, die mitbekommt, wie ich quasi jede Eissorte dreimal vorlesen mußte, bevor er sich entscheiden konnte "Was ist das für eine Sorte? Ist das Schoki? Was steht auf dem Schild?"... Ich habe es sehr genossen, zumal kein anderer Gast hinter uns war...

Wie ungemein wichtig es ist, dass man das Kind im Auto richtig anschnallt: Auf dem Rückweg krähte der Kleine auf einmal los "Ulli, Du hast mich nicht richtig angeschnallt"... Er bestand darauf, dass ich anhalte und den Gurt, der einmal zuwenig durch den Kindersitz gezogen war, neu zu fixieren. Ich bin sehr stolz auf Constantin, er hat fein aufgepasst!

Am Ende des Ausflugs lieferte ich den aufgeregten Kerl wieder ab, der seiner Mama alles von dem Riesenfisch und dem bösen Eisbären, der Caruso eingesperrt hatte, erzählen wollte, verabschiedete ich mich, indem ich hinhockte und mich von seinen kleinen Ärmchen drücken lassen wollte. Er kam mit viel Schwung auf mich zu, rannte mich um, weil ich mich zeitgleich nach hinten plumpsen ließ - und schon lag ich auf dem Rücken mit ihm auf meinem Bauch!! "Tschüß, Ulli", sagte er, krabbelte von mir runter, streichelte meinen Bauch und sagte "Tschüß Baby".

Donnerstag, Oktober 27, 2005

Der zweite Mann in meinem Leben

Jaja, es gibt einen zweiten Mann in meinem Leben.
Markus spielt natürlich die Hauptrolle im Film meines Lebens, aber er hat Konkurrenz bekommen.
Da staunt ihr?
Ich werde heute sogar mit dem anderen Mann ins Kino gehen!!!
*Trommelwirbel*

Ich werde ihn zuhause abholen, in den Kindersitz verfrachten, den seine Mama in mein Auto einbauen wird und dann gemütlich ins Kino fahren.

Lars, der kleine Eisbär, wartet nuuuur auf uns:
den 4,5 jährigen Constantin und die alte Ulli...:-)

Erst gestern habe ich erfahren, dass es für den kleinen Mann eine Premiere im Kino sein wird: Bisher hat er noch nie einen Kinofilm gesehen.
Entsprechend aufgeregt ist Constantin offenbar, er hat Angst, mich und meine Abholung zu verpassen, daher hat er seine Mama sooooolange bequatscht, bis die ihn nun 15 Minuten früher als normal aus dem Kindergarten abholt...

Ich freue mich schon sehr - und hoffe, dass der Film und der Kino-Besuch an sich für Constantin ein tolles Erlebnis werden.
Vielleicht bekommt er auch Angst im Dunkeln? "Wann geht das Licht wieder an?"

Montag, Oktober 17, 2005

"Wie ist die Lage?"

Das bin ich gestern gefragt worden.

Bin ich empfindlich, oder ist die Frage wirklich merkwürdig gestellt?
Warum fragt "MANN" nicht "Wie geht es Dir?"...?

Ratet mal, was ich als Schwangere darauf geantwortet habe:

"MIT DEM KOPF NACH UNTEN!"

Montag, Oktober 10, 2005

Ihr habt mir bestimmt nicht geglaubt...

...hier nun daher ein ORIGINAL-Zitat aus einer Email vom 07.10.05, die von meiner Arbeitskollegin intern an unsere Kollegen verschickt wurde.
Ich schwöre, dass ich nichts verändert habe, der Text ist wirklich ORIGINAL...

Guckt Ihr hier:


Hallo,
Benötigt noch jemand ein DRV Ausweis?Meiner ist abgelaufen und ich möchte mir ein neues bestellen. Frau E. bat mich in der Runde mal zu fragen, nicht das sie alle einzeln bestellen muß.
Danke


Hiiiiiiiiiiilllllllfffffffffffeeeeeeeeeeeeeeeeee!!!

Samstag, Oktober 08, 2005

Heute ist der Tag...

..., vor dem ich mich etwas "gefürchtet" hatte...
Bereits vor Wochen hatte ich ja Umstandshosen EXTRALAAAAAAANG bestellt, die ich aber aus irgendeinem Grund (der sich eigentlich nur mit schwangerschaftsbedingter Verwirrung erklären läßt *g*) habe ich sie damals weder anprobiert noch mich darauf gefreut, sie tragen zu können.
Im Gegenteil, sie kamen mir zeltartig und unförmig vor - mir grauste davor, sie über den Popo und den Bauch zu ziehen.

Es ist merkwürdig, monatelang, quasi jahrelang, habe ich mein Übergewicht ertragen, kaum wurde ich ENDLICH schwanger, war mir jedes Pfund zuviel, der Hebel im Knopf, den man ja für die Ernährungsumsstellung braucht, ist quasi zu spät umgelegt worden..
Mit Beginn der Schwangerschaft (bzw. durch die Zunahme von 3kg durch die Therapie) wollte ich dann händeringend schlank sein, dünn und attraktiv.

Hängt diese Verwirrung auch mit den Hormonen zusammen?

Naja, der Bauch wölbt sich nun so, dass ich die normalen Hosen nicht mehr tragen mag, daher ist heute der ERSTE Tag, an dem ich eine Umstandshose trage (Jeans).

Und: ich lebe noch:-))

Eigentlich fühlt es sich sogar ganz gut an...

Donnerstag, Oktober 06, 2005

Tourismus der anderen Art

Habe ich schon erwähnt, dass ich Besichtigungs-Profi bin?
In meinem ersten Leben war ich ja Reiseverkehrskauffrau, und ein Teil meiner Arbeit bestand damals auch darin, von Reiseveranstaltern durch Hotels, Hotelzimmer und Hotelanlagen geschleust zu werden, um mir vor Ort ein eigenes Bild der Örtlichkeiten machen zu können (ja, der Touristikbranche ging es vor einiger Zeit wirtschaftlich glänzend).
Ich lernte, das Wesentliche schnell zu erfassen, auch wenn ich bei der Vielzahl der Zimmer und Hotels manchmal nicht alle Informationen ordnungsgemäß speichern konnte:-).
Das Wesentliche, das war "damals": Ausstattung, Lage, Ambiente, wichtige Informationen für Kunden (Wo liegt der nächste Supermarkt? Welche Ausflüge gibt es? Sprechen die Kellner Deutsch? Welche Biersorten gibt es? usw.).

In meinem jetzigen Leben entdecke ich nun meine Vorliebe für Einrichtungen und Wohnungen, so dass ich in fremden Wohnungen ebenfalls - wie früher auf den Info-Reisen - gewohnheitsmäßig versuche, mir einen Überblick zu verschaffen und auf Ausstattung, Lage und Ambiente zu achten:-))))!
Ihr müßt Euch das so vorstellen: ich komme in einen Raum (schweife ich vom Thema ab, wenn ich behaupte, meine KOLLEGIN würde formulieren "ich komme in ein Raum"??) und blicke mich diskret um, scanne gedanklich alles ab und versuche, das Wesentliche abzuspeichern. Wobei das Wesentliche nun ist: Was gefällt mir, was kann ich nachmachen, welche Inspirationen für Bilder kann ich mir hier holen usw.)…

Gestern war eine Besichtigung, die unerwartet verlief.

Als Besichtigungsprofi war ich entspannt, als es mit Markus zur ersten Kreißsaal-Besichtigung unseres Lebens ging.
Ich vermutete, dass man kurz den Kopf in einen (hoffentlich freien) Kreißsaal steckt, sich umschaut - und dann wieder geht.

ABER PUSTEKUCHEN.

Wir erlebten eine besondere Art des Massentourismus:
Mit uns warteten ca. 20 andere Paare (!!) auf die auf der Homepage des Krankenhauses angegebene offene Kreißsaalführung.
Die Ärztin, die uns abholte und als Karawane durch das Treppenhaus manövrierte, staunte selbst, dass bei herrlichem Herbstwetter derartige viele Schwangere mit Männern erschienen waren.
Die Verwunderung, zumindest UNSERE, ging weiter: Wir wurden in einen Raum geführt, wo auf Tischen Getränke und Knabbereien angeboten wurden - und die Ärztin hielt mit Unterstützung eines Diaprojektors einen etwa einstündigen Vortrag!
Inhaltlich ging es in diesem Vortrag um die Ausstattung des Krankenhauses, die Leistungen der Geburtshilfeabteilung, die Einstellungen der Mitarbeiter zu Themen wie Stillen/Rooming-in/Familienzimmer/Wassergeburt/PDA usw.
Außerdem waren auf den Dias Fotos einer Unterwassergeburt zu sehen, WIRKLICH mit Blick zwischen die Beine inkl. Köpfchenansicht - und Markus wurde wider Erwarten nicht ohnmächtig (das war meine Befürchtung!)…:-)
Erst nachdem wir alle unsere Fragen gestellt hatten, ging es in 2 Grüppchen nacheinander auf die Entbindungsstation, wo die drei Kreißsäle von einer Hebamme vorgestellt wurden (inkl. Beschreibung der unterschiedlichen angebotenen Gebärpositionen und -möglichkeiten). Anschließend durften wir das sog. Wehenzimmer und das Stillzimmer besichtigen, wo eine kurze Beschreibung zu den Stillmöglichkeiten geschildert wurde.
Im sog. Wickelzimmer erklärte uns eine Kinderkrankenschwester, wie das Rooming-In praktiziert werde, wann der Kinderarzt komme und dass wir frischgebackenen Mütter gerne trotz Rooming-In das Baby mal abgeben könnten (Bemerkenswertes Zitat der Schwester: "Wir freuen uns über jede Gelegenheit, Ihr Baby zu beobachten und gegebenenfalls zu beschmusen.")

Am Ende der ca. zweistündigen Besichtigung waren wir erschlagen von all den Eindrücken, und unter uns gesagt: der eine oder andere Reiseveranstalter kann sich von der gestrigen "Präsentation" eine gaaaaanz dicke Scheibe abschneiden.

HUGH, der (überraschte) Besichtigungsprofi hat gesprochen...

Dienstag, Oktober 04, 2005

Anschläge auf Bali

Samstag Abend erwischte es mich eiskalt: Während ich Salat schnibbelte, hörte ich Radio - und wurde vor Entsetzen fast ohnmächtig!


Auf Bali hatten Geisteskranke ein Attentat verübt!
Alleine die Tatsache, dass es "Typen" (die Bezeichnung Mensch ist hier unangebracht) gibt, die andere gefährden und umbringen, würden JEDEM die Sorgenfalten in die Stirn brennen.
Aber wenn man dann wie ICH noch eine Freundin im betroffenen Gebiet weiß, durchlebt man Gefühlsturbulenzen, die sich nicht in Worte fassen lassen.
Ich wurde ungelogen fast ohmächtig vor Angst, dass Nicole und Marc etwas zugestoßen sein könnte.
Mein Kopf sagte zwar, dass sie inzwischen auf dem Rückweg von HongKong sein müßten, aber dennoch war ich voller Sorge.
Meine Angst um die beiden war - das weiß ich jetzt, wo beide wohlbehalten in Deutshcland gelandet sind - unbegründet, und dennoch bleibt ein pervers fader Nachgeschmack, den ich wohl niemals vergessen werde.
Nicole, ich bin sooooooooo froh, dass Euch nicht passiert ist!